Aus unserer Cronik...
Chronik des Tanzcorps Steinenbrücker Schiffermädchen e.V. 1964 – 2008 Die letzte umfangreiche Chronik der Steinenbrücker Schiffermädchen wurde anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Tanzcorps Ende 2004 verfasst. Die Geschichte der Schiffermädchen hat sich natürlich nicht geändert, aber es sind seither weitere Einzelheiten hinzugekommen und besonders in den letzten 4 Jahren durften die Schiffermädchen viele Ereignisse erleben, die in die Fortschreibung eingeflossen sind. Eine überaus große Hilfe für den Verfasser waren dabei die von Alexandra Stachowski auf der Internetseite www.schiffermaedchen.de festgehaltenen Informationen. Ihr gebührt hierfür ein besonderer Dank. Die ersten 11 Jahre Oft sind es die einfachen Ideen, aus denen Großes entsteht. Eine solche spontane Idee trug Kurt Grahl bei einer Versammlung der KG Lustige Brüder am 17. Oktober 1964 vor, als er die Gründung einer Kindertanzgruppe zur Diskussion stellte. In den 50er Jahren hatte Kurt Grahl bei den Rösrather Postillionen Erfahrungen im Gardetanz gesammelt und so lag es nah, für eine erstmals geplante Kindersitzung ein Tanzcorps auf die Beine zu stellen. Sein Vorschlag fand geteilten Anklang. Dennoch konnte Kurt Grahl einige Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren für seine Idee gewinnen. Aus der Chronik der KG Lustige Brüder ist zu entnehmen, dass Kurt Grahl damals 100 D-Mark für die erste Ausstattung erhielt. In der Garage der Familie Heinen in Dresbach wurde kräftig trainiert und am 28. Februar 1965 standen Elke Bosbach, Bärbel Grahl, Gabi und Gerlinde Orth und Claudia van de Bürie erstmals als „Dresbacher Schiffermädchen“ auf der Bühne. Walburga Heinen war es auch, die als Mitgründerin über viele Jahre hinweg hervorragende Arbeit im Hintergrund leistete. Vom ersten Erfolg angetrieben, entwickelte sich die Anzahl der Tänzerinnen in den Folgejahren erfreulich nach oben. Mit Werner „Mecki“ Dreikorn konnte erstmals ein junger Mann gewonnen werden, der ab 1968 gemeinsam mit Claudia Grahl als Tanzpaar auftrat. Im gleichen Jahr erfolgte auch die Umbenennung des Tanzcorps in „Steinenbrücker Schiffermädchen“ und ein weiteres Jahr später war der Probenraum für die anwachsende Mitgliederzahl zu klein geworden. Daraufhin wurden die Tänze im Saal des „Steinenbrücker Hof“ trainiert. Im neunten Jahr des Bestehens - die Tänzerinnen der ersten Stunde waren inzwischen erwachsen - wurde erstmals eine Kindertanzgruppe gegründet, die von Günter Roschinski trainiert wurde. Zehn Jahre nach der Gründung bestanden die Schiffermädchen aus 14 Tänzerinnen und Tänzern sowie einer Jugendgruppe mit 17 Mitgliedern. Erstmals nahmen die Schiffermädchen auch an einem Tanzwettbewerb teil und errangen im niederländischen Schaesberg einen beachtlichen 5. Platz unter 31 teilnehmenden Gruppen. Mit Christiane Grödler und Peter Fischer war inzwischen ein zweites Tanzpaar gefunden worden. Die zweiten 11 Jahre Mitte der 70er Jahre waren die Steinenbrücker Schiffermädchen auf vielen Bühnen im Bergischen Land zuhause, aber auch Auftritte in den Kölner Satory-Sälen und bei Karnevalsveranstaltungen im weiteren Umland wurden bravourös gemeistert. Im Jahre 1977 traten die Schiffermädchen erneut bei einem internationalen Turnier an. Die Tanzgruppe errang die Vizemeisterschaft, die beiden Tanzpaare belegten die Plätze zwei und drei. Im gleichen Jahr erfolgte die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Offenbach, aus denen das Tanzpaar Christiane Grödler und Peter Fischer als Vizemeister hervorgingen. Bei den kurz darauf in der Offenbacher Stadthalle stattfindenden Europameisterschaften tanzten sich Christiane Grödler und Peter Fischer erneut auf Platz 2 vor, während das Tanzcorps auf dem beachtlichen 6. Platz landete. Kurt Grahl wollte 12 Jahre nach der Gründung der Schiffermädchen aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen sein Amt als Vorsitzender an einen Nachfolger abgeben und wurde sogleich zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Aber kaum vier Monate im „Schiffermädchen-Ruhestand“ trat sein Nachfolger Dieter Schmitz zurück. Selbstverständlich sprang Kurt Grahl erneut ein und übernahm die Vorbereitungen für die Schiffermädchen-Sitzung im November, während Adolf Unterbusch fortan die Vertragsverhandlungen führte. Ab 1979 wurde Kurt Grahl wieder offiziell zum Vorsitzenden gewählt. Dieter Schmitz übernahm wieder das Amt des Stellvertreters, welches er im Folgejahr an Rainer Kürras abgab. Der Jahresausflug 1978 führte die Schiffermädchen, sowie Gäste und Freunde des Vereins nach Rüdesheim. Im Herbst nahmen die Schiffermädchen erneut an den Deutschen Meisterschaften teil und erreichten zur Freude aller den dritten Platz. Im Jahr darauf führte der Ausflug in das Moselstädtchen Kobern-Gondorf. Für die Session 1978/79 hatten Trainer Werner Dreikorn und dessen Assistent Peter Fischer die 12 Tänzerinnen sowie die beiden Tanzpaare bestens vorbereitet. Kassiererin Maria Schmitz berichtete bei der Vorstandsversammlung von erfreulich hohen Einnahmen aus den Auftritten und so wurde beschlossen, einen Teil dieser Einnahmen als Rücklage für die Beschaffung neuer Uniformen zu nutzen. Zur Sessionseröffnung im November 1979, dessen Programmgestaltung Arthur Bodewig übernommen hatte, wurde aus Anlass des 15-jährigen Bestehens des Vereins erstmals ein Festheft erstellt. Auf der Jahreshauptversammlung 1980 wurde ein Vorschlag von Birgit Schiffbauer mit großer Mehrheit angenommen, das Alter der aktiven Tänzerinnen und Tänzer für das volle Stimmrecht bei Abstimmungen von 18 auf 16 Jahre herab zu setzen. Bei der Versammlung im Folgejahr machte Kurt Grahl einen weiteren Anlauf, sein Amt an einen Nachfolger abzugeben. Die Versammlung folgte seinem Vorschlag und wählte Rainer Kürras zum neuen Vorsitzenden der Steinenbrücker Schiffermädchen. Die große Mehrheit der Mitglieder votierte für Josef Höller als zweiten Vorsitzenden. Auf Antrag des neuen Vorstands wurde beschlossen, die Satzung zu ändern und dem Ehrenvorsitzenden Kurt Grahl Sitz und Stimme im geschäftsführenden Vorstand zu geben. Im September 1981 berichteten Rainer Kürras und Peter Fischer von einer Zusammenkunft mit dem Vorstand des Kreises rechtsrheinischer Karnevalisten, kurz KRK genannt. Dieser hatte entschieden, die Schiffermädchen zunächst probeweise für 1 Jahr aufzunehmen. Für die Schiffermädchen-Sitzung im November wurde Dieter Schmitz mit der Aufgabe des Literaten betraut. Auf der Jahreshauptversammlung im März 1982 wurde die Anschaffung neuer Kostüme beschlossen. Außerdem wurde angeregt, wieder an Meisterschaften oder Turnieren teilzunehmen. Nur zwei Jahre nach seinem Rücktritt musste Kurt Grahl erneut die Führung des Tanzcorps übernehmen und den erkrankten Rainer Kürras vertreten. Im Vereinslokal „Schmitz Backes“ hatten die Teilnehmer an der Jahreshauptversammlung Kurt Grahl einstimmig gebeten, die Vereinsführung zu übernehmen, bis der 1. Vorsitzende wieder genesen sei. Zu seinem Stellvertreter wurde Peter Fischer gewählt und die Pressearbeit wurde Birgit Schiffbauer übertragen. Die aktiven Tänzerinnen und Tänzer Anne Daubenbüchel, Iris Mörsch, Uschi Eschbach, Magdalena Lindemann, Irene Höller und Manfred Pütz erklärten einmütig, nicht mehr auftreten zu wollen, jedoch als inaktive Mitglieder dem Verein treu zu bleiben. Als Nachfolger von Werner Dreikorn sollten Magdalena Lindemann und Birgit Schiffbauer das Training übernehmen. Im 20. Jahr des Bestehens hatte die Tanzgruppe einmal mehr den Wunsch, sich mit anderen Gruppen zu messen. Nach der Teilnahme der NRW-Meisterschaften, folgte die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Mühldorf am Inn, anschließend stand die Teilnahme an der Europameisterschaft auf dem Programm. Im Jubiläumsjahr stand eine Vielzahl von Aktivitäten auf dem Programm. Neben der bereits erwähnten Teilnahme an den Meisterschaften, stand im Sommer die Mitwirkung bei der Gestaltung der Kirmes durch alle Ortsvereine an, die auch geschlossen Herrn Pfarrer Langen anlässlich des 40. Priesterjubiläums gratulierten. Ein Grillabend der aktiven Gruppe wurde Anfang Oktober in Großdurbusch organisiert und die Vorstellabende in Köln-Mülheim und in Bergisch Gladbach wurden mit Bravour gemeistert. Im Laufe des Jahres erfolgte auch der Beitritt zum Bund Deutscher Karnevalisten. Zur Jubiläumssitzung im November wurden Birgit Schiffbauer und Peter Fischer Ehrenurkunden für die jeweils 10-jährige Vereinszugehörigkeit überreicht. Nicht zu vergessen ist die Beschaffung einer neuen Standarte, die aus Spendengeldern finanziert werden konnte. Rechtzeitig zur Sitzung gab der Vorstand dem Drängen der Tanzgruppe nach und beschaffte für rund 1.400,- DM neue Perücken. Schon in den Versammlungen der vergangenen 3 Jahre waren wiederholt Beschwerden über den Zustand der in die Jahre gekommenen Haarteile laut geworden. Eine Woche nach der SSM-Sitzung folgte die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier zur Deutschen- und Europameisterschaft, wo der 1. Platz erreicht wurde. Bereits kurz nach Beendigung der Session 1984/85 stand die Jahreshauptversammlung an, bei der Kurt Grahl aus gesundheitlichen Gründen sein Amt wieder zur Verfügung stellte. Mit großer Mehrheit wurde Birgit Schiffbauer zur 1. Vorsitzenden gewählt. Rainer Kürras konnte die meisten Stimmen als 2. Vorsitzender auf sich vereinen. Lydia Wasser sollte als Pressewartin und Kurt Grahl als Literat und Sitzungspräsident fungieren. Bedingt durch einige Abgänge wurden im Laufe des Jahres Plakate erstellt und an den weiterführenden Schulen ausgehängt. Ende Mai waren ausreichende Spenden eingegangen, um eine professionelle Tanzlehrerin des DTB für ein Wochenende nach Steinenbrück zu verpflichten. Im Laufe des Jahres 1986 wurde die Satzungsänderung zur Erlangung der Gemeinnützigkeit erarbeitet und auf der Jahreshauptversammlung 1986 wurden Birgit Schiffbauer als 1. Vorsitzende und Peter Fischer als 2. Vorsitzender in Ihren Ämtern bestätigt. Das langjährige Kassiererteam Maria Schmitz und Dieter Knape blieben, und Adolf Unterbusch setzte in bewährter Weise die Schriftführung fort. Werner Dreikorn löste Magdalena Lindemann im Amt des Trainers ab, Marion Schwidder wurde zur Jugendwartin und Rainer Kürras zum Sportwart gewählt, Lydia Wasser behielt die Aufgabe der Pressewartin. Die dritten 11 Jahre Zu Beginn des Jahres 1987 wurde aber auch ein seit Jahren immer wieder angesprochenes Thema in einer Vorstandssitzung offiziell diskutiert: die Gestellung eines Dreigestirns. Peter Fischer, Werner Dreikorn und Dirk Pomplun, so das Ergebnis einer Abstimmung, sollten in der Session 1989/90 das Sülztaldreigestirn bilden. Birgit Schiffbauer stellte auf der Jahreshauptversammlung 1989 ihr Amt als 1. Vorsitzende zur Verfügung. Einmütig votierte die Versammlung für Helmut Häck als Vorsitzenden der Steinenbrücker Schiffermädchen, der seine Vorstellungen von der Führung und der Entwicklung des Tanzcorps schnell und dauerhaft umsetzen konnte. Auf der Jahreshauptversammlung am 8. Mai 1992 musste sich turnusgemäß der gesamte Vorstand zur Wahl stellen. Helmut Häck wurde als 1. Vorsitzender einstimmig wiedergewählt. Kornelia Fischer als Geschäftsführerin, Lydia Wasser als Kassiererin sowie alle anderen Mitglieder des Vorstands wurden in Ihren Ämtern bestätigt. Martin Schmitz übernahm das Amt des Sprechers der Inaktiven und Uschi Eschbach wurde zur zusätzlichen Trainerin für die kleinen Schiffermädchen gewählt. Die Trainerin der „Großen“, Jo Lippok, berichtete über die gute Trainingsarbeit, bei der sie durch Rainer Pfeiffer und Birgit Glietz unterstützt wurde. Eine große Unterstützung durch die Schiffermädchen kam dem Sülztaldreigestirn der Session 1992/93 zuteil, in dem auch Vereinsmitglied Bernd Schmitz mitwirkte. In der Session standen 24 Tänzerinnen und Tänzer auf den Bühnen der näheren und weiteren Umgebung und im Mai 1993 teilte Marion Schwidder ihren Entschluss mit, das Training der Minis aufzugeben. Mit Jo Lippok und der ehemaligen Tänzerin Uschi Eschbach konnten zwei Trainerinnen gewonnen werden, die fortan das Nachwuchscorps führen sollten. Der Wunsch der Gruppe, wieder an Turnieren teilzunehmen, war ein Thema auf der Jahreshauptversammlung am 13. Mai 1994. Trotz zu erwartender Kosten sprach sich die Versammlung einmütig für die Teilnahme an Tanzwettbewerben aus. Besprochen wurde dabei auch, dass für die Neuanschaffung von Kostümen für die Kleinen etwa 7.000,- DM aufgebracht werden müssen, wofür Spenden notwendig seien. Darüber hinaus wurde von Peter Fischer und Werner Dreikorn die Bildung einer Gruppe von Förderern zur Sprache gebracht. Im Laufe des Jahres 1994 setzten Werner Dreikorn und Peter Fischer Ihre Idee um, dem Verein durch eine Gruppe von Förderern, den „Fründen“, finanzielle Unterstützung zu leisten. Die Bereitschaft der „Großen“, beim Vorstellabend in Köln auf einen Tanz zu verzichten, ermöglichte es den kleinen Schiffermädchen, sich erstmals den Literaten des KRK vorzustellen. Auf der Jahreshauptversammlung im Mai 1995 blickte Helmut Häck auf eine ereignisreiche Session mit vielen Auftritten der Aktiven zurück. Er dankte besonders den „SSM Fründen“ für die zur Verfügung gestellten Geldmittel, sowie den Trainerinnen Jo Lippok und Uschi Eschbach, unter deren Training die Leistungen der Minis weiter verbessert werden konnten. Jo Lippok zeigte sich besonders mit der Trainingsarbeit der Aktiven zufrieden und im Vorstand gab es einige Änderungen. So übernahm Jürgen Schulte das Amt des Sportwartes von Werner Dreikorn. Sonja Dreikorn löste Michael Schwidder als 2. Kassiererin ab. Dietmar Grödler und Beate Schlösser übernahmen die Aufgabe als Sprecher der Aktiven. Herausragender Höhepunkt der Session 1995/96 war die Teilnahme an der närrischen Hitparade des WDR-Fernsehens in Köln. In der live ausgestrahlten Sendung wurde die tänzerische Leistung der Schiffermädchen mit dem hervorragenden 2. Platz belohnt. Die turnusmäßige Wahl des Gesamtvorstands wurde auf der Jahreshauptversammlung 1996 durch den Ehrenvorsitzenden Kurt Grahl geleitet, der dem einstimmig wiedergewählten 1. Vorsitzenden Helmut Häck gratulieren konnte. Die Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden fiel auf Werner Dreikorn. Während Kornelia Fischer als Geschäftsführerin wiedergewählt wurde, gab Lydia Wasser ihr Amt als Kassiererin auf. Sie wurde von Peter Fischer abgelöst, dem Sonja Dreikorn weiterhin als Stellvertreterin zur Seite stand. Jo Lippok und Uschi Eschbach als Trainerinnen, Jürgen Schulte als Sportwart, Hildegard Häck als Zeugwartin sowie Martin Schmitz als Sprecher der Inaktiven wurden in ihren Ämtern bestätigt. Für die nicht wieder kandidierende Pressewartin Martina Schlösser wurde Bärbel Blatt gewählt, die von Dietmar Grödler unterstützt werden sollte. Gemeinsam mit Ehemann Lothar übernahm Bärbel Blatt das Amt des Literaten. Der nach 9 Jahren erfolgreicher Arbeit als Kassiererin zurückgetretenen Lydia Wasser, die zuvor auch viele Jahre als Tänzerin bei den Schiffermädchen aktiv war, wurde als Dank und Anerkennung die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Während der Jahresausflug der Minis am 29. Juni nach Lindlar führte, wo nach einer Wanderung und diversen Spielen in einer großen Scheune übernachtet wurde, fuhren die Schiffermädchen im September in das Sauerland, nach Milchenbach. Auf dem Gelände der Familie Rottländer in Großdurbusch feierten die kleinen und großen Schiffermädchen Anfang August ein zünftiges Sommerfest. Das Land Nordrhein Westfalen feierte am 31. August 1996 sein 50-jähriges Bestehen. Auf einer großen Bühne am Düsseldorfer Rheinufer begeisterten die Schiffermädchen das aus dem ganzen Land angereiste Publikum. In der Session 1996/97 konnten die Schiffermädchen auf ein „jeckes“ Jubiläum, 3 x 11 Jahre Gardetanz, zurückblicken. Vor ausverkauftem Haus erhielt bei der Sitzung am 16. November 1996 Werner Dreikorn für seine Verdienste als Tanzoffizier, Trainer und zuletzt 2. Vorsitzender den Verdienstorden des Bundes Deutscher Karnevalisten in Gold. Die Resonanz des Publikums und der Presse auf das von Lothar Blatt zusammengestellten Programms war überragend. Bei der Sitzung traten die Großen erstmals mit neuen Kostümen auf. Bei zahlreichen Auftritten der Session auf rheinischen Bühnen, konnten die Minis und die großen Schiffermädchen die Herzen des karnevalistischen Publikums für sich gewinnen. Die Jahreshauptversammlung zum Sessionsabschluss fand am 6. Mai 1997 statt. Die kleinen Schiffermädchen, so berichtete Trainerin Uschi Eschbach, boten mit 22 Aktiven wieder Platz für Neuaufnahmen, nachdem einige Austritte bzw. Übergänge zu den Großen zu verzeichnen waren. Der Vorstand blieb in seiner Besetzung und so blieb ausreichend Zeit für Themen, wie die geplante Reise nach Calpe oder die Präsentation der kleinen Schiffermädchen auf Vorstellabenden. Quer durch das Bergische Land ging es am 15. Juni 1997 bei einer von Martin Schmitz ausgearbeiteten Suchfahrt. 13 Fahrzeuge mussten auf einer rund 45 km langen Strecke viele Aufgaben lösen. Am Ende konnten sich Norbert und Hannelore Kolhagen vor Konni und Andreas mit Kindern sowie Bernd und Uschi Eschbach platzieren. Ein unerwartetes Nachspiel hatte die Suchfahrt wenig später. Durch eine Pressemitteilung war die Kreisverwaltung auf die Suchfahrt aufmerksam geworden und beanstandete, dass die notwendige Genehmigung nicht eingeholt worden war. Man gelobte Besserung. Martin Schmitz war es aber auch, der bei einer der Vorstandsversammlungen den Vorschlag einer erneuten Teilnahme der Schiffermädchen an Meisterschaften vorbrachte. Die vierten 11 Jahre Die Sessionseröffnung 1997/98 in der Glück-Auf-Halle in Untereschbach im November war erneut ein voller Erfolg. Nicht zuletzt auch durch die beiden umjubelten Auftritte der Schiffermädchen. Besonders beeindruckend war im Laufe der Session der Auftritt der großen Schiffermädchen bei der Karnevalsgesellschaft „Heuschreck“ im rheinland-pfälzischen Trier, die ihren 150. Geburtstag feierten. Die Jahreshauptversammlung brachte keine Änderungen der Amtsinhaber und so konnte Helmut Häck positiv berichten, dass sich Roland Kretschmer bereiterklärt hatte, für den künftig in der Steinenbrücker Grundschule verfügbaren Raum einen Schrank für die dort deponierten Kostüme herzustellen. Höhepunkt im Jahr 1998 war für die Minis zweifellos der Jahresausflug, der die jungen Tänzerinnen und Tänzer nach Paris in den Vergnügungspark Euro-Disney führte. Der Vorstellabend des KRK für die Session 1998/99 fand, nach dem 5-jährigen „Ausflug“ zu den Satory Sälen Ende Oktober 1998 wieder in der Mülheimer Stadthalle statt, wobei lediglich 300 Besucher anwesend waren. Weitaus besser war die Stimmung auf der sehr gut besuchten SSM-Sitzung am 18. November, für die Bärbel und Lothar Blatt ein erstklassiges Programm zusammengestellt hatten. Neben den „Flöckchen“ und den „Drei Colonias“ begeisterte Guido Cantz als „Mann für alle Fälle“ das Publikum. Dies schafften auch die Minis zu Beginn der Sitzung, ebenso wie die Großen, die den krönenden Abschluss bildeten. Als weitere Tanzgruppe kam die Showtanzgruppe Rhein-Wupper-Leichlingen an die Sülz, die sich wenige Monate später trotz freundschaftlicher Verbindung, als ernsthafte Konkurrenten bei den Europameisterschaften erweisen sollten. Schon während der anstrengenden Session, mussten die Schiffermädchen in Aachen zur Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft antreten und holten sich die direkte Fahrkarte zum Bundesturnier im April, bei der die deutsche Vizemeisterschaft ertanzt wurde. „Die Nummer eins in Europa“ so berichtete die Bergische Landeszeitung am 7. Mai 1999 von der gewonnenen Europameisterschaft in der Disziplin Gardetanz mit Paaren, die am 2. Mai im österreichischen Braunau am Inn ausgetragen wurde. Wenige Tage nach der Rückkehr ließen es sich Bürgermeister Siegfried Raimann und Stadtdirektor Heinz-Willi Schwamborn nicht nehmen, die siegreichen Tänzerinnen und Tänzer nebst gesamtem Vorstand zur Gratulation ins Rathaus einzuladen. Zweiter wurde das äußerst knapp geschlagene Tanzcorps Rhein-Wupper-Leichlingen das am 17. und 18. April bei den Deutschen Meisterschaften in Bad Abbach den ersten Platz vor den Schiffermädchen erreichen konnte. Nach einer anstrengenden Session und den Meisterschaften fanden sich am 5. Mai die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung im Steinenbrücker Hof zusammen, bei der hauptsächlich Lobesworte der Trainerinnen und des Vorstands, aber auch die Glückwünsche zahlreicher Vereine, Institutionen, Kommunen und Privatleuten zur Sprache kamen. Sowohl die Minis, als auch die großen Schiffermädchen konnten im Herbst 1999 wieder das fachkundige Publikum bei den Vorstellabenden des KRK in Köln-Mülheim und des Kreises Bergischer Karnevalisten in Bergisch Gladbach überzeugen. Die Bergische Landeszeitung berichtete, dass die kleinen Schiffermädchen schon zu Veranstaltungsbeginn Standing Ovations erhielten. Die Schiffermädchensitzung 1999 startete in vollbesetzter Halle mit den „Kerrlocher Schnapp-Säck“, einer wunderschön kostümierten Guggenmusikgruppe aus der Badisch-Alemannischen Fastnacht, die dem Publikum ordentlich einheizte. Unter anderem mit Rednern wie Peter Raddatz, dem Parodisten Peter Siebert, dem Duo Blom und Blömcher und die Labbese war wieder ein erstklassiges Programm zusammengestellt worden, bei dem natürlich die Schiffermädchen nicht fehlten. Der Regionalverband Rhein Berg im Bund Deutscher Karneval nutzte die Gelegenheit, die Schiffermädchen für die besonderen Verdienste um das heimatliche Brauchtum mit dem „Löstigen Jeck 1999“ auszuzeichnen. Die Krönung der zahlreichen Auftritte der großen Schiffermädchen in der Session war die Milleniumsfeier eines Schweizer Unternehmens im Casino von Montreux am Genfer See. Vor rund 400 internationalen Gästen, präsentierten die Schiffermädchen am Pfingstsamstag ihr professionelles Können. Von den Erfolgen des Vorjahres angespornt, starteten die Schiffermädchen wieder bei mehreren Meisterschaften. Rund 8.000 Tänzerinnen und Tänzer traten im Frühjahr 2000 in verschiedenen Qualifikationsrunden an, wovon sich rund 1.000 Akteure für die deutsche Meisterschaft qualifizierten. Beim Finale im Kulturzentrum Lindlar erreichten die Schiffermädchen hinter dem Tanzcorps aus Vettelschoss, einen hervorragenden zweiten Platz. Die Europameisterschaft fand wenig später im belgischen Büttgenbach statt. Leistungsmäßig übertrumpften die Schiffermädchen mit 46,8 Punkten sogar die Vorjahreswertung von 46,4 und wurden Vize-Europameister. Zwei Änderungen im Vorstand ergab die Jahreshauptversammlung am 19. Mai. Sonja Dreikorn und Bärbel Blatt kandidierten bei der turnusmäßigen Wahl des gesamten Vorstands nicht mehr als 2. Kassiererin bzw. als Pressewartin. Zu ihren Nachfolgerinnen wurden Simone Schmitz und Alexandra Stachowski jeweils einstimmig gewählt. Bereits im Mai hatte Norbert Peters die Aufgabe des Sprechers der Aktiven übernommen. Erstmalig in der Geschichte der Schiffermädchen machte ein Tanzoffizier einer Tänzerin auf der Bühne einen Heiratsantrag! Bei der anschließenden standesamtlichen Trauung am 08.09.2000 erschienen Frank Ganster und seine Heidi dann sogar in Ihren Schiffermädchenkostümen. „Häck traf die Hätzen der Lück“, so die Überschrift in der Bergischen Landeszeitung bei der Berichterstattung über die Schiffermädchensitzung zur Sessionseröffung 2000/2001. Das mit Höhepunkten gespickte Programm, darunter Guido Cantz (Ein Mann für alle Fälle) und Startrompeter Bruce Kapusta, sowie die Rheinrebellen begeisterte das Publikum. Peter Fischer konnte an dem Abend aus den Händen der Vorstandsmitglieder Josef Spiegel und Hans Bösch die Verdienstnadel in Gold des karnevalistischen Regionalverbandes Rhein-Berg entgegennehmen. Für eine deutliche Besserung des Verhältnisses mit den Karnevalsfreunden in Heiligenhaus sorgte Lothar Blatt, der Anfang des Jahres zum Prinz von Heiligenhaus proklamiert wurde. So traten die Minis aus Steinenbrück und die Fünkchen aus Heiligenhaus gemeinsam auf und beim Karnevalszug am Sonntag jubelten viele Schiffermädchen und -jungen „ihrem“ Prinz Lothar zu, der sich oft mit rot-weißem HKF-Schal und einem Schal der Schiffermädchen auf den Bühnen zeigte. Auf der Jahreshauptversammlung am 18. Mai 2001 berichtete Trainerin Jo Lippok, dass nun 13 Mädchen und 7 Tanzpaare bei den Großen tanzen. Dabei lobte sie besonders die Unterstützung von Jürgen Schulte, Werner Dreikorn und Peter Fischer bei den Trainingsarbeiten. Uschi Eschbach informierte, dass 5 Minis zum Sessionsende zur großen Tanzgruppe wechselten. Es wollten aber weit mehr Kinder eintreten, als Plätze verfügbar waren. Durch einen Umzug in den Westerwald hatte Jo Lippok angekündigt, die Aufgabe der Trainerin nicht weiter fortführen zu können. Nach intensiver Suche konnte der im Kölner Karneval bekannte Trainer Martin Bosuki ab der Session 2002/2003 für die Schiffermädchen verpflichtet werden. Auch Uschi Eschbach suchte eine Unterstützung und konnte Petra Remmel als Co-Trainerin für die Minis gewinnen, deren Jahresausflug zu den Karl-May-Festspielen nach Elspe führte. Nach durchweg besten Kritiken vom Vorstellabend des Kreises rheinischer Karnevalisten in der Mülheimer Stadthalle, stand traditionell am Samstag nach dem 11.11. wieder die Schiffermädchensitzung zur Session 2001/02 auf dem Programm. Die Literaten Bärbel und Lothar Blatt hatten die Veranstaltung trotz der Doppelbelastung durch das Prinzenamt in Heiligenhaus wieder mit den besten Kräften des rheinischen Geschehens bestückt, darunter Diakon Willibert Pauels und die Flöckchen. Kornelia Fischer konnte an dem Abend aus den Händen des Vorstandsmitgliedes Josef Spiegel die Verdienstnadel in Gold des karnevalistischen Regionalverbandes Rhein-Berg entgegennehmen. Die zahlreichen Auftritte während der Session wurden allesamt mit Bravour gemeistert und in manchen Presseartikeln mit Lob überschüttet. Zwei Tage nach Aschermittwoch starteten die Schiffermädchen auf Einladung des CCC ins spanische Calpe, um an der dortigen Prunksitzung teilzunehmen. Unter anderem war auch Vizebürgermeister Siegfried Raimann mit an die Costa Blanca gereist. Bei der zweitägigen Veranstaltung mit 400 Mitwirkenden und einer mit 1.500 Gästen vollbesetzten Prunksitzung, hatten die Schiffermädchen vielfache Möglichkeiten, ihr Können zu beweisen. Auf der Jahreshauptversammlung im Mai 2002 wurde der scheidenden Trainerin Jo Lippok nochmals ein großes Lob für die erfolgreichen Jahre zuteil. Gleichzeitig wurde der neue Trainer Martin Bosuki vorgestellt, der inzwischen mit der Trainingsarbeit begonnen hatte. Aber bereits nach den ersten Trainingsmonaten erfolgte schon kurz nach der Schiffermädchensitzung im November die Trennung. Kurzerhand übernahmen Jürgen Schulte, Peter Fischer und Werner Dreikorn vorübergehend die Übungsleitung und zur Freude aller, blieb Jo Lippok den Schiffermädchen als Choreografin erhalten. Im Sommer 2002 konnten sich die Schiffermädchen beim Spiel ohne Grenzen mit den anderen Ortsvereinen messen und am letzten Augusttag trafen sich alle zum Sommerfest auf dem Bauernhof von Konrad Rottländer in Großdurbusch. Wohl einmalig für ein Tanzcorps ist eine Schiffermädchen-Werbung, die seit Ende des Jahres auf dem LKW von Tanzoffizier Norbert Peters in künstlerisch hochwertiger Art aufgebracht ist. Seither dient Norberts Truck fast in jedem Jahr auch als Bagagewagen im Rosenmontagszug. Für die Schiffermädchensitzung am 16. November 2002 hatten Bärbel und Lothar Blatt wieder hervorragende Kräfte engagiert. Das Programm lief wie am Schnürchen - bis „Der Weltenbummler“ alias Gerd Rück mitteilen ließ, dass er wegen einer Vollsperrung auf der Autobahn nicht auftreten könne. Aber das Improvisationstalent der Schiffermädchen führte dazu, dass diese binnen weniger Minuten auf der Bühne standen und als Vorgeschmack für die traditionelle Schlussnummer bereits den ersten Tanz präsentierten. Völlig unerwartet verstarb im April 2003 Kornelia Sender. Konni, wie sie von allen genannt wurde, war lange Zeit aktive Tänzerin bei den Schiffermädchen und hatte viele Jahre lang das Amt der Geschäftsführerin sehr erfolgreich bekleidet. Der plötzliche Tod Konni Senders machte auf der Jahreshauptversammlung am 16. Mai die Neubesetzung der Geschäftsführerfunktion erforderlich. Einstimmig wurde Andreas Sender zum Nachfolger seiner verstorbenen Frau gewählt. Neu in den erweiterten Vorstand aufgenommen wurde Manfred Remmel als Beisitzer. Im Laufe der extrem warmen Sommermonate standen mehrere Aktivitäten auf dem Programm. Am 5. Juli trafen sich die großen und kleinen Schiffermädchen mit den Inaktiven zu einem Grillfest auf dem bäuerlichen Anwesen von Konrad Rottländer in Heiligenhaus. Während sich die Inaktiven nach einer von Martin Schmitz und Helmut Häck hervorragend organisierten Nachtwanderung verabschiedeten, übernachteten die Aktiven mehr oder weniger bequem im ehemaligen Kuhstall. Beim „Kiddy Golf Challenge Day“ auf dem Lüderich traten die Minis gleich zweimal auf. Im Herbst 2003 wurden wieder die Vorstellabende in Leverkusen, Köln- Mülheim und in Bergisch Gladbach mit Bravour gemeistert. Erstmals zeigten sich die Minis mit Cowboyhüten auf den Bühnen. Choreografin Jo Lippok hatte einen abwechslungsreichen Tanz auf Westernklänge einstudiert, der die Zuschauer bei allen Auftritten begeisterte. Dies gelang den kleinen und großen Schiffermädchen auch wieder auf der Sitzung am 15. November in Untereschbach, auf der neben Weltenbummler Gerd Rück unter anderem die Eschweiler Fanfaren, die Cheerleader des 1. FC Köln und Bauchredner Klaus & Willi auftraten. Zur Feier der 30-jährigen Partnerschaft zwischen Overath und der französischen Partnerstadt Pérenchies starteten die großen Schiffermädchen am 13. März gemeinsam mit dem Spaßorchester Marialinden und Repräsentanten der Stadt und der Vereine zu einem mehrtägigen Ausflug in Richtung Frankreich. Rund 2000 Zuschauer zählte Veranstalter Norbert Kuhl am 19. Mai beim Open-Air Benefizkonzert mit den Bläck Fööss. Kurzfristig hatte er die Minis in das Programm aufgenommen, die unmittelbar vor den Bläck Fööss auf die Bühne durften. Sänger und Gittarist „Bömmel“ Lückerath war ebenso begeistert, wie das Publikum und hinterließ sein Lob auf einer Autogrammkarte. Die Session 2004/2005 stand im Zeichen des 40-jährigen Jubiläums der Steinenbrücker Schiffermädchen. Bereits Ende Juni 2004 wurden in Deutz neue Gruppenaufnahmen mit der Kölner Altstadt im Hintergrund gemacht. Beim Steinenbrücker Herbstfest wussten die Minis ebenso das Publikum zu begeistern, wie beide Tanzgruppen auf allen Vorstellabenden der karnevalistischen Vereinigungen KRK und KBK. Eine außerordentliche Jubiläumssitzung durften die Besucher am 13. November erleben. Nachdem die 60 Personen starke Guggenmusikgruppe St. Leon aus Heidelberg gleich zu Beginn das Publikum begeisterte, übergaben Hildegard und Helmut Häck den Minis eine eigene Standarte, die der Vorsitzende und seine Frau gestiftet hatten. Die Fahnenweihe erfolgte wenige Wochen später. Besonders beeindruckend war auch der Auftritt der „SSM-Oldies“. Eine Vielzahl ehemaliger Tänzerinnen und Tänzer hatten noch einmal einen Tanz einstudiert, der mit stehenden Ovationen gewürdigt wurde. Höhepunkt war schließlich der Auftritt der Großen, bei dem zahlreiche Ehrungen anstanden. Erstmalig in der Geschichte der Schiffermädchen wurde der Titel eines Ehrenmariechens an Verena Fischer verliehen, die seit 20 Jahren ununterbrochen mit den Schiffermädchen auf der Bühne stand. Hierfür wurde extra eine Anstecknadel angefertigt und neben einer Urkunde erhielt die Jubilarin von den aktiven Tänzerinnen und Tänzern eine Puppe im maßgeschneiderten Schiffermädchenkostüm. Aufs Eis anstatt auf die Bühnenbretter begaben sich kurz vor Weihnachten die Minis zur Nikolausfeier. Mit SSM-Schals und Nikolausmützen ausgerüstet und auf Schlittschuhen stehend durften die kleinen Tänzerinnen und Tänzer aus der Hand vom Nikolaus Ihre Geschenktüten in Empfang nehmen. Ein besonderes Lob für hervorragende tänzerische Leistungen bekamen die Minis Ende Januar 2005 von der Kölner Karnevalsgesellschaft „Die Isenburger“. Angesichts eines tollen Auftritts wurde das Video des Tanzes auf der Internetseite der Gesellschaft eingestellt. Beendet wurde das 40. Jubiläumsjahr traditionell mit der Teilnahme am Rosenmontagszug, dem Fischessen der Aktiven und des Vorstands am Aschermittwoch und dem Pizzaessen der Minis am ersten Tag der Fastenzeit. Nach dem Jubiläumsjahr war keine große Pause angesagt und so begannen die Aktiven und die Minis schon vor Ostern wieder mit dem Training. Der Erfolg blieb dabei nicht aus, denn im Oktober 2005 berichtete die Presse nach dem Vorstellabend in Köln Mülheim, dass „sie zu Recht einmal den Europameistertitel errungen hatten und auf dem besten Wege sind, sich für das Finale zu qualifizieren“. Über den Vorstellabend in Bergisch Gladbach wurde berichtet: „Nur die Tanzkorps überzeugten bei der Präsentation des Karnevalistischen Nachwuchses“. Zuerst und besonders erwähnt wurden - zur Freude der Schiffermädchen- die Minis. In der Session 2005/06 konnten die Schiffermädchen auf vielen rheinischen Bühnen wieder das Publikum begeistern, aber der eigentliche Höhepunkt folgte erst nach Aschermittwoch: im Beisein der Schiffermädchen und –jungen gaben sich Christiane Proske und Norbert Peters am 16. Juni 2006 in der Steinenbrücker St. Barbara-Kirche das Ja-Wort. Kurz vorher hatten viele Freunde die Strasse vor dem Haus während des Polterabends unpassierbar gemacht – sicher ein großes Dankeschön für so manchen Porzellanteller, den Norbert bei anderen Junggesellenabschieden geworfen hatte. Der Jahresausflug der Minis führte im August nach Elspe zu den Karl May-Festspielen und anlässlich des 60. Geburtstages des Landes Nordrhein-Westfalen traten die großen und kleinen Schiffermädchen am 27. August auf einer Freilichtbühne am Düsseldorfer Rheinufer vor dem Nordrhein-Westfälischen Landtag auf. Nach den überaus erfolgreichen Auftritten –die Großen wurden auch erst nach einer Zugabe von der Bühne gelassen- folgte für die Schiffermädchen und den mitgereisten stellvertretenden Bürgermeister Siegfried Raimann noch ein kleiner Empfang beim Overather Landtagsabgeordneten Rainer Deppe. Im Herbst standen wieder Vorstellabende des KBK und des KRK an, die in Eitorf, Gymnich, Köln-Mülheim und in Bergisch Gladbach, alle mit Bravour gemeistert wurden. Zuvor waren die Minis wieder umjubelte Akteure beim Herbstfest der Interessengemeinschaft Steinenbrücker Handel. Die Jubiläumssitzung fiel – passender konnte es nicht sein- auf den 11.11.2006. Sitzungsleiter Helmut Häck hatte es mit seinem langjährigen Assistenten Jürgen Schulte leicht, nach einem mitreißenden Auftritt der Ratsherren Unkel weiter durch das Programm zu führen. Die Literaten Lothar und Bärbel Blatt hatten ein abwechslungsreiches Programm aufgestellt und dank ausnahmslos pünktlicher Künstler, hatte Manfred Remmel, der die beiden Literaten wegen einer gleichzeitigen Veranstaltung in Heiligenhaus vertreten durfte, einen entspannten Abend. Aber auch zahlreiche Ehrungen standen auf dem Programm. Erstmalig in der Geschichte der SSM wurde eine Tänzerin der Minis für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet. Laura Giesenkemper startete mit 6 Jahren und war noch nicht zu den Großen gewechselt. Bereits seit 15 Jahren war Uschi Eschbach als Trainerin der Minis aktiv. Für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Heidi Ganster, Anne Lippmann, Ilona Wolff und Marc Franken ausgezeichnet, bereits seit 15 Jahren tanzte Eileen Eschbach. Der Höhepunkt der Ehrungen galt jedoch Jo Lippok, die die Schiffermädchen seit 20 Jahren trainierte und durch deren Trainerarbeit sie 1999 sogar Europameister wurden. Die Auftritte im Jubiläumsjahr wurden alle hervorragend gemeistert und trotz mancher schneereicher Anfahrt –manchmal war der Weg zum Bus etwas beschwerlich- wurden alle Veranstaltungsorte pünktlich erreicht. Am 27. Januar füllten rund 1.100 Jecke einen Saal in Neuss und waren ebenso beigeistert wie ein vollbesetzter Saal von Karnevalisten in Bonn. Den Abschluss der Jubiläumssession bildete der Steinenbrücker Rosenmontagszug, an dem wieder alle großen und kleinen Schiffermädchen, der Vorstand und zahlreiche Begleiter für eine unübersehbare Präsenz der Schiffermädchen sorgten. „Am Aschermittwoch ist alles vorbei…“, so heißt es in einem Karnevalslied. Nicht so für die Schiffermädchen im Jahr 2007. Kaum war das traditionelle Fischessen in der Zunftstube vorbei, standen gleich weitere Trainingseinheiten für die anstehenden Turniere auf dem Programm. Vier Tage später stand das erste Qualifikationsturnier der IIG für die Deutsche Meisterschaft bei der Tanzgruppe Rot-Weiss Tüddern an. Beim Gardetanz mit Paaren wurde die Mindestpunktzahl auf Anhieb übertroffen. Schon eine Woche später hatte die Stadtgarde Jülich zu einem weiteren Qualifikationsturnier eingeladen, bei dem der Gardetanz mit Paaren erneut die erforderlichen Punkte erhielt, und die Mädchen in der Klasse Rheinische Garde sogar den ersten Platz errangen. Die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft sicherten sich die Schiffermädchen dann bei der NRW-Meisterschaft in Aldenhoven, bei der man sowohl mit der Rheinischen Garde, als auch beim Gardetanz mit Paaren jeweils NRW-Vizemeister wurde. Beflügelt vom Erfolg starteten die Schiffermädchen Anfang März beim Turnier in Lindlar. Während die Rheinische Garde einen dritten Platz erzielte, dies aber mit dem bis dahin besten Punktergebnis, standen die Jungen und Mädchen in der Kategorie Gardetanz mit Paaren ganz oben auf dem Siegertreppchen. Erster Höhepunkt der Turnierserie war die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften der IIG im bayrischen Breitengüßbach. Zahlreiche Schlachtenbummler, angeführt vom stellvertretenden Bürgermeister Siegfried Raimann, begleiteten die Schiffermädchen auf der zweitägigen Tour. Das Abschlusstraining fand am Samstagabend auf der kurzerhand geräumten Hotelterrasse statt. Die Jury bewertete am Sonntag beide Tänze mit hohen Punktzahlen. Dennoch sicherte sich die starke Konkurrenz die Podiumsplätze. Die Teilnahme an der Europameisterschaft war allerdings gesichert. Am 20. Mai wartete dann in Düren die größte Herausforderung auf die Schiffermädchen. Über 100 Solotänzer, Formationen und Tanzgruppen stellten sich bei der 39. Europameisterschaft der IIG den kritischen Blicken der Juroren. Mit einer perfekten Leistung sicherten sich die Schiffermädchen beim Gardetanz mit Paaren den 3. Platz und bei einem Abstand von nur wenigen Zehntelpunkten zu den beiden Erstplatzierten war die Europameisterschaft sogar in greifbarer Nähe. Bürgermeister Andreas Heider und dessen Stellvertreter Siegfried Raimann überreichten daraufhin allen Akteuren beim nächsten Trainingsabend Dankesurkunden der Stadt Overath. Durch die guten Ergebnisse bei den Turnieren hatten sich die Schiffermädchen nun sogar für die Weltmeisterschaften am 17. Juni 2007 in Essenbach (Bayern) qualifiziert. Leider war ein solch großer Erfolg zunächst nicht eingeplant gewesen und so musste die Teilnahme wegen anderer Verpflichtungen abgesagt werden. Wettkämpfe standen aber nicht nur auf den Bühnenbrettern auf dem Programm. Anfang Juni hatte der Sportverein Glück-Auf Lüderich 10 Mannschaften zum „Spiel ohne Grenzen“ eingeladen. Jennifer Ernenputsch, Eileen Eschbach, Anne Lippmann, Eva Wasser, Nina Wasser, Marc Franken, Thomas Wandersee und Andreas Sender traten für die Schiffermädchen an und konnten nach Abschluss aller zehn Disziplinen den Siegerpokal in den Händen halten. Gemeinsam mit den anderen Ortsvereinen halfen zahlreiche aktive Tänzerinnen und Tänzer sowie Vorstandsmitglieder Anfang Juli wieder bei der Ausrichtung der Kirmes. Kurz vor Beginn der Sommerferien präsentierten die Minis ihr Können auf einer Freilichtbühne in der Bensberger Innenstadt. Viele Solisten und Gruppen, darunter die Bläck Fööss, Colör, die 3 Colonias und die Labbese hatten sich bereiterklärt, für die Initiative „Hits fürs Hospiz“ kostenlos aufzutreten. Mit dem Auftritt trugen auch die Schiffermädchen zum Ausbau der Hospizstation am Bensberger Krankenhaus bei. Gleich nach den Sommerferien standen für die Minis und die großen Schiffermädchen auch die Trainingseinheiten für die Vorstellabende an. Choreografin Jo Lippok hatte wieder neue Tänze für die beiden Gruppen kreiert. Während die Minis mit einem abwechslungsreichen Tanz auf Melodien von „Heidi“ und „Biene Maja“ begeistern konnten, ernteten die Großen in der Mülheimer Stadthalle schon nach dem ersten Auftritt „Standing Ovations“. Dass beim zweiten Tanz kurzfristig eine Umstellung bei den Tanzpaaren erfolgte, wäre normalerweise nicht aufgefallen, aber als die aufmerksame Kapelle „Jung, do häs de Botz kapott“ anstimmte, lies sich ein kleines Malheur inmitten der Uniformhose von Tanzoffizier Frank Ganster nicht weiter verheimlichen. Die Schiffermädchensitzung am 17. November in der ausverkauften Glück Auf-Halle brachte das Publikum schnell in karnevalistische Hochstimmung. Erneut waren die Ratsherren aus Unkel mit flotter Musik und fast schon akrobatischen Einlagen die erfolgreichen Eisbrecher und die Auftritte weiterer Spitzenkräfte, darunter Feuerwehrmann Kresse und die „Jungen Trompeter“ kamen bei den Besuchern sehr gut an. Nur die fehlerfreien Tänze der Minis und später auch der großen Schiffermädchen konnten das hervorragende Programm noch steigern. Aber es galt auch, verdiente Akteure bei den Schiffermädchen zu ehren. Jil Schumacher und Nina Werkmeister erhielten Ehrenurkunden für ihre 10-jährigen Mitgliedschaften und Michael Marks sowie Inaktivensprecher Martin Schmitz wurden für 15-jährige Mitgliedschaft geehrt. Auf eine bereits 40-jährige Mitgliedschaft konnte Ehrenmitglied und 2. Vorsitzender Werner Dreikorn zurückblicken. Emotionaler Höhepunkt war sicherlich der Abschied von Trainerin und Choreografin Jo Lippok, deren Amt von Ben Dartsch übernommen wurde. Für 22 Jahre Trainingsarbeit bei den Großen, in den letzten 14 Jahren zusätzlich auch für die Minis, erhielt Jo Lippok die Ehrenmitgliedschaft bei der Schiffermädchen und als die Tänzerinnen und Tänzer nacheinander weiße Rosen überreichten, floss manches Tränchen über die Wangen. Kurz vor Weihnachten trafen sich die Minis wieder zum Eislaufen mit dem Nikolaus in Bensberg, während sich die Großen und der Vorstand in „Norbert’s Panoramabar“ zur feuchtfröhlichen Weihnachtsfeier trafen. Die Karnevalssession war kurz wie schon lange nicht mehr. Nicht einmal fünf Wochen hatten die Narren Zeit, Ihre Sitzungen zu veranstalten. So blieb es nicht aus, auch einmal an ungewohnten Wochentagen auf der einen oder anderen Bühne zu stehen. Bei den Minis war Susanne Goes kurzfristig als weitere Unterstützung für die beiden Trainerinnen Uschi Eschbach und Petra Remmel hinzu gekommen. Unter der Leitung von Ben Dartsch und Tanzoffizier Norbert Peters als Trainer der Paare wurden zahlreiche Auftritte bis weit in den westfälischen Raum mit Begeisterung vom Publikum absolviert. Nach einem Jahr Abstinenz wurde der Steinenbrücker Straßenkarneval wieder auf dem Sülztalplatz eröffnet. In diesem Jahr wurde dies durch die KG Lustige Brüder veranstaltet. Selbst ein kalter Dauerregen konnte die vielen Jecken nicht vom Besuch des Rosenmontagszugs abhalten. Während die Minis nach Aschermittwoch bis zum Ende der Osterferien pausierten, lief das Training der Aktiven gleich nach dem traditionellen Fischessen wieder an. Erstmals hatten die Schiffermädchen am 14. Juni die Möglichkeit, sich auf der „Interkarneval“ in den Kölner Messehallen einem internationalen Publikum zu präsentieren. Dabei wurde der erste von Ben Dartsch einstudierte Tanz zur großen Begeisterung der Fachbesucher vorgetragen. Im Frühjahr hatten sich einmal mehr ein Schiffermädchen und ein Schifferjunge das Ja-Wort gegeben. Ivonne Schönenborn und Mario Tziroudis heirateten am 18. April unter großer Anteilnahme der kleinen und großen Schiffermädchen in der Steinenbrücker St. Barbara-Kirche. Bei der Jahreshauptversammlung am 17. Mai gab Martin Schmitz sein langjähriges Amt als Sprecher der Inaktiven an Christiane Peters ab und der Jahresbeitrag wurde moderat angehoben. Ansonsten blieb alles beim Alten. Am zweiten Juliwochenende startete die Steinenbrücker Kirmes. Um mehr Publikum anzuziehen wurde erstmals ein Festzelt aufgestellt. Und das Programm an den Kirmestagen sorgte für kurzweilige Stunden. Anlass zu großer Trauer hatten die Schiffermädchen in der zweiten Julihälfte. Nur wenige Monate nach seinem 80. Geburtstag starb am 18. Juli 2008 der Gründer und Ehrenvorsitzende Kurt Grahl. Im Beisein einer großen Trauergemeinde wurde der „Vater der Schiffermädchen“ wenige Tage später beerdigt. Und mitten in die Trauer um Kurt Grahl ereilte die Schiffermädchen am 27. Juli die Nachricht vom Tode von Ehrenmitglied Lydia Wasser. Die ehemalige Tänzerin und langjährige Kassiererin war im Alter von nur 48 Jahren einer schweren Krankheit erlegen. Eine große Zahl von Trauergästen begleitete Lydia auf Ihrem letzten Weg. Die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr hatten Monate vorher begonnen. Helmut Häck hatte einen besonderen Orden entwickelt. Im Juni wurden bereits neue Gruppenbilder vor der Kölner Altstadtkulisse angefertigt und Literat Lothar Blatt hatte sich für die Jubiläumssitzung vorgenommen, ein besonderes Highlight zu verpflichten. Natürlich galt es, für das vorliegende Festheft Inserenten zu finden, Texte zu formulieren und Bilder auszuwählen. Im September und Oktober fanden die Vorstellabende der beiden karnevalistischen Vereinigungen KRK und KBK statt und mit der Schiffermädchensitzung am 15. November 2008 beginnt für die Steinenbrücker Schiffermädchen die 44. Session. In dieser Zeit haben zahlreiche junge Frauen und Männer über Jahre hinweg mit großem tänzerischem Können dieses Tanzcorps zu einem dauerhaften Bestandteil des rheinischen Karnevals gemacht. Den heutigen und ehemaligen Aktiven gilt der Dank des Vorstandes, aller Vereinsmitglieder und besonders des Publikums. Dank gilt aber auch den Zuschauern aller Veranstaltungen, ohne deren Applaus Leistungen wie die der Schiffermädchen nicht zu erreichen sind. In den Dank eingeschlossen sind auch die Förderer und „Fründe“ der Schiffermädchen und alle die, die oft abseits der Bühne durch ihre tatkräftige Hilfe viele Aufgaben erledigen. Manfred Remmel
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